Ernährung - allgemein

  • Hallo,

    meine Schwester hat spinocerebelläre Ataxie. Sie weiß die Diagnose erst seit kurzer Zeit, deshalb hat sie noch einige Fragen, die die Ernährung betreffen. Ihre Physiotherapeutin konnte leider diese nicht wirklich beantworten, ich hoffe, dass in dem Forum die Fragen eine Antwort finden.

    - Gibt es grundsätzliche Regeln, die man bei der Ernährung beachten sollte?
    - Gibt es Lebensmittel, die empfehlenswert sind, und welche, die man unbedingt vermeiden sollte?
    - Darf man ab und zu ein wenig Alkohol (1 Glas Wein) trinken?
    - Sollte man auf das Rauchen verzichten? (Sie hat bisher geraucht).

    Vielen Dank für euch im Voraus.

    Eszter

  • Hallo!

    Also ich hab die Baustelle Ernährung für mich bisher nicht aufgemacht.

    Das Rauchen hab ich nicht aufgegebern. Obwohl das sicherlich aus vielen anderen Gründen sinnnvoll wäre.


    Ich hab für mich gelernt, dass ich danach gehen sollte, was vom Empfinden gut für mich ist.

    Und da waren mir -zumindest bisher- für mich andere Dinge wichtiger (KG und Logopäde).

    Zum Hintergrund, ich bin noch Vollzeit am Arbeiten und hab prima Kolleginnen/ nen, durch die viele Dinge noch/ wieder gehen.

  • Hallo Eszter

    Ernährung denke ich, so wie es sich gut anfühlt ... das einzige was ich nicht vertrage sind zubereitete Lebensmittel mit künstlichem Geschmacksverstärker. (Glutamat, Hefeextrakt ...)

    Bei Alkohol seh ich lediglich beim "zuviel" ein Problem ... wenn man eh wackelig läuft ... aber auch das kann nur jeder selbst herausfinden

    Ansonsten ... bewegen, bewegen, bewegen ...

    Rauchen? ... ich persönlich bin eh Nichtraucherin, habe mal sporadisch geraucht ... naja, wem es schmeckt soll auch das beibehalten

    Ich denke ... man sollte sich nicht zu sehr kasteien und auf alles verzichten was irgendwie Freude macht

    Was nützt es nie mehr zu rauchen oder mal was zu trinken und nur Möhren zu kauen, wenn man damit keine Lebensfreude mehr hat

    LG von Manu

  • Hallo

    Nee, keine spezielle Ernährung, alles essen auf das man Lust hat und was schmeckt !!
    Rauchen tu ich auch. Dafür trinke ich keinen Alkohol und esse kaum Süßekram, aber nur, weil ich das Zeug nicht mag.

    Also, auf ans genießen, was sich auch immer anbietet :)

  • Vielen Dank für alle Ratschläge, ich habe die alle meiner Schwester übersetzt, sie war sehr froh und dankbar für die Antworten.

    Der Forum ist wirklich eine sehr große Unterstützung für uns. :)

  • Hallo zusammen,


    ich esse alles, was mir schmeckt und worauf ich gerade Lust habe; ich könnte mich sogar tagelang nur von Süßkram ernähren.


    Rauchen habe ich mir vor etwa 8 Jahren abgewöhnt. Nur in absoluten Ausnahmefällen ziehe ich mir nochmal eine Kippe durch. Silvester vor 2 Jahren haben wir sogar mal einen "Joint" gekifft. Ich sitz ja im Rolli, konnte also nicht umkippen; hab allerdings nur gekichert und hinterher zuhause noch richtig Spaß im Bett gehabt. Ich überleg ja ohnehin, mir wegen meiner Schmerzen ein kleines "Pflänzchen" zu züchten und auf die Fensterbank zu stellen.


    Ab und zu ein Glas Rotwein find ich auch ok, soll ja auch gut für die Venen sein. Im Sommer trink ich auch gerne mal ein Radler (Bier mit Limo) oder ein Weizenbier.


    Auf Ernährung achten, also echt nicht. Ich hab schließlich genug andere Sorgen.


    Vor Jahren war ich mal bei einem Heilpraktiker wegen der Vitiligo. Damals war ich noch ein Kind bzw. eine Jugendliche. Der meinte dann, kein Schweinefleisch und keine Cola mehr! Hat aber keine Besserung gebracht, so dass meine Mom nach einem halben Jahr keinen Bock mehr hatte, extra für mich teures Rindfleisch zu kaufen. Verdient hat nur der Metzger.


    Grüße
    von mir:Nein:

  • Hallo !
    Ich es auch alles.
    Nur rauchen tue ich seit langen nicht mehr, dass
    hat seine Begründung aber nicht in der Ataxie.
    LG Wuschel

  • Hallo,

    beim Essen verzichte ich auch auf nix.
    Die Ataxie nervt so schon genug, da lasse ich mich nicht noch beim Essen und Trinken von ihr einschränken.

    LG Bernd

  • Die Ataxie nervt so schon genug, da lasse ich mich nicht noch beim Essen und Trinken von ihr einschränken.


    Da schließe ich mich an und füge noch das Rauchen hinzu...... :Pfeiffen_im_Wald:
    Ich will auch keine 100 werden.

    LG Maria

    Liebe Grüße von Maria :Froehlich:


  • Hallo,

    das Rauchen hab' ich aus anderen Gründen aufgegeben und ich denke, dass das meine Lebensqualität gesteigert hat. Punkto Alkohol meinte meine Ärztin, dass sie keine/n kennt, der mit der Diagnose (SCA6) noch trinkt (vielleicht sollte sie einmal einen Blick in dieses Forum werfen).

    Ich dachte es wär' keine schlechte Übung hin und wieder ein Gläschen zu trinken, musste aber die Idee nach ein paar "Beinahstürzen" verwerfen. Ich trink' jetzt gar keinen Alkohol mehr. Der Verzicht fiel mir leicht, das Sturzrisiko war mir die Sache nicht wert.

    Aber ich teil hier die Meinung der Anderen. Wir haben so viele Einschränkungen, dass wir uns gönnen sollten, was der Seele gut tut.

    Gruß Klaus

  • Ich habe früher gerne und wohl zu regelmässig Wein getrunken. Aber mit Auftreten der Symptome habe ich freiwillig auf Alkohol verzichtet. Es war damals noch weniger die Sturzgefahr, als die Zunahme der Symptomatik. Zum Schwanken brauche ich keinen Alkohol mehr :).


    Und wider Erwarten, der Alkohol fehlt mir nicht, zu keinem Zeitpunkt. Aber ich gebe dir Recht, der Genuß war schon bereichernd. Ich gönne mir auf den anderen Ebenen dafür mehr, da muss ich mich aber auch begrenzen, unweigerlich kommen die ersten Zeichen der Gewichtszunahme...

  • Als mein Laufen schlechter wurde und ich auf den Rollator angewiesen war,sagte ich zu einer anderen Betroffenen : Säße Ich im Rollstuhl,würde ich wieder das eine oder andere Glas trinken,weil ich meinte,im Rollstuhl passiert ja nichts.Stimmt ja auch - solange man sitzt.

    Aber man sitzt ja nicht nur.

  • Ich denke der Gedanke ist in Grenzen berechtigt, Alkohol ist aber auch ein Nervengift. Möglicherweise wird es die Progression der Krankheit beschleunigen. Es ist zweischneidig.

    Zu besonderen Anlässen sollte man sich nicht nur kasteien.

  • im Rollstuhl passiert ja nichts.Stimmt ja auch - solange man sitzt.

    Sitzt man dann hingegen im Auto, sitzt man unter Umständen länger.:opa:

    Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur Erfahrung – und das ist so ziemlich dasselbe.

    Oscar Wilde