Zum Nachlesen, was in der Regionalgruppe Hamburg und Umland los war und ist.

  • 23 Personen waren der Einladung zum Treffen in der Vorweihnachtszeit gefolgt, was ich mal als gutes Zeichen für die Regionalgruppe Hamburg und Umland ansehe. Bei unserer letzten Zusammenkunft in diesem Jahr stand aber auch Besonderes auf dem Plan.


    Zunächst verzauberte uns Herr Dr. Stefan Schenke mit Tricks und erheiternden Ausschnitten aus seinem Repertoire als Bauchredner. Seine drei liebevoll angefertigten Puppen spielten sich schnell in die Herzen der Zuschauer. So sang sein mit den Jahren tüdelig gewordener Vater ein Lied, um dann endlich an entscheidender Stelle, „... Happy Birthday, lieber Günther ... “ drauf zu kommen, dass er Günther heißt.


    Trotz seiner Vergesslichkeit fiel dem griesgrämigen alten Herrn auf, dass Personen im Publikum auffallend schwankten oder ungewöhnlich artikulierten. Sein Sohn klärte ihn darüber auf, dass diese Leute eine Ataxie hätten. Sehr schön dieser Dialog, in dem die typischen Fehleinschätzungen gegenüber Ataktikern vorkamen.


    Es folgte ein Gespräch, das Herr Schenke mit seinem Hamster führte. Darin ging es um dessen Erfahrungen in der Zoohandlung und schließlich um seinen Platz als Haustier in der Familie mit Kindern. Er klagte, dass er wohl zu Tierfutter geworden wäre, hätte man ihn nicht gekauft. Nun aber kann er in der Familie aktiv und bestimmend am Zusammenleben teilnehmen.


    Über die teils drastischen Schilderungen musste man einfach lachen - vielleicht weil viel Wahres darin steckte. So auch bei der dritten Szene.


    Bei der Haushaltsauflösung der Eltern fällt Herrn Schenke sein Teddybär von früher in die Hände. Der berichtet dem Publikum, wie wichtig er damals für seinen Besitzer war. Dabei kommen Dinge zur Sprache, die sein inzwischen erwachsener Besitzer vergessen hat und an die er auch nicht unbedingt erinnert werden möchte.


    25 Jahre Aufbewahrung alleine in einem Abstellraum sind für Teddy genug, um sozusagen Wiedergutmachung zu fordern. Am besten wäre wie früher ein fester Platz im Bett.


    Als Zugabe erstaunte Herr Schenke uns noch mit einem Zaubertrick.


    An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Herr Schenke als Gage für seinen ehrenamtlichen Auftritt eine Spende für den Verein „Bauchredner helfen Kindern“ erbittet. Das werden wir gerne tun. Hier zum Nachlesen, Schauen und Hören: http://www.stefan-schenke.de/witzig/


    Wir wussten vorher davon und hatten für ihn eine Flasche Wein und Süßes und Salziges in einem Präsentset, damit er nicht mit leeren Händen gehen muss. Er nahm unsere Einladung an, mit uns zu essen. Dabei führte er mit mehreren von uns angeregte Gespräche.


    Für unsere gemeinsame Mahlzeit wurden auf Platten angerichtete Häppchen gereicht.

    Detlef aus unserer Gruppe hatte mit einem Anbieter Kontakt aufgenommen und eine gute Auswahl getroffen. Wie gut, war daran zu erkennen, dass fast alles aufgegessen wurde. „Essen ohne verschlucken - Tipps und praktische Übungen“, so der Titel. Zu trinken gab es Kaffee, verschiedene Tees und Selter.


    Im Anschluss daran wurde noch kurz Organisatorisches erledigt, bevor Karl die Julklapp-Pakete im Losverfahren verteilte. Wie viele Gedanken und Phantasie in den Päckchen steckte, zeigte die Präsentation der Inhalte nach dem Auspacken.


    Gitarre, Liederzettel und Vorlesetexte wurden nicht rausgeholt. Die Zeit von 13.00 bis bis 17.00 verstrich auch so sehr schnell.


    Für die Statistik: 23 Anwesende, mit Ataxie 9 Frauen und 5 Männer , 3 E-Rollis, 2 geschobene Rollis, 5 Stöcke, 4 ohne Hilfsmittel


    Angereist aus Amt Neuhaus, Bremen, Hamburg, Kaltenkirchen, Lüneburg, Schortens, Hammoor, Winsen, Wismar

    Vielleicht ist nichts ganz wahr - und nicht einmal das.
    Eduard D. Dekker (Multatuli) 1820-1887

  • Schöne Zusammenfassung des Nachmittages - Danke und :thumbup:.

    Ataktische Grüße Kai

  • Den Bauchredner hätte ich auch gern gehört, vielleich weil ich Platz für einen längeren Vortrag hätte=O:):)

    Zu meinen Kürzeln:
    B = von Krankheit Betroffene / UB = Unmittelbar Betroffene / MB = Mittelbar Betroffene (Partner, Kinder, Pflegepersonen) / N = Nicht Betroffene

  • Lieber Werner,


    es war ein schöner Nachmittag, vielen Dank für die Organisation, dieses Dankeschön geht auch an Birgit, die auch viel für das Gelingen des Nachmittages beiträgt.


    LG Monika