Bahn und Behinderte

  • Hallo Maria,


    https://www.bahn.de/p/view/ser…/mobilitaetsservice.shtml


    Ich bin viel Fahrer auch mit dem Zug und das Problem mit den Toiletten kenn ich zu gut,viele funktionieren nicht.

    Auf längeren Strecken trage ich halt eine Vorlage für den Notfall. Meinen Rollator nehme ich nicht mit,ich halte mich kurz fest


    Früher hatte ich auch einen Trolly,.dann habe ich einfach Mitreisende gefragt,Wertsachen nehme ich mit.


    Der Mobiservice ist echt toll,mittlerweile frage ich aber auch nach Hilfe bei Mitreisenden.


    LG Marion

    LG

    Marion

    Das Leben ist viel zu kurz für ein langes GesichtNur die Harten kommen in den Garten,deshalb hab ich nur einen Balkon !:Blumenwerfer::Blumenwerfer:

  • Hallo Mina,

    hier ist die Lesetante (Heike).

    Eigentlich ist schon alles gesagt. Ein wenig fällt mir auch noch ein. Also:

    • Wenn es eben möglich ist, die Fahrten beim Mobilitätsservice anmelden. Ich rate dir, den Service (s. Link) telefonisch anzumelden, dann kannst du genau sagen, wobei du Hilfe benötigst.
    • Der Mobilitätsservice hilft dir beim Ein-/Aus- und Umsteigen und beim Tragen/Ziehen deines Gepäcks.
    • Nimm dir für das Umsteigen genügend Zeit - Stress und Hektik sind für uns kontraproduktiv. Besser im Bahnhof in Ruhe zur Toilette gehen und einen Kaffee trinken, wie sich abzuhetzen.
    • Wie scout schreibt, ist der CBF-Schlüssel ganz wichtig. Damit kannst du die Behindertentoiletten in den meisten öffentlichen Gebäuden (auch Bahnhöfe) und vielen anderen Stellen öffnen. Bei uns komme ich damit z.B. in die Behindertentoilette im Rathaus und in allen Parkhäusern. Diese Toiletten sind viel größer und du kannst dich festhalten. Außerdem sind sie, da sie ja abgeschlossen werden, in der Regel auch sauber. Hier bekommst du den Schlüssel und Infos.
    • Und schließlich: Versuche dein Gepäck, so weit wie möglich zu reduzieren. Vielleicht kannst du etwas vorausschicken, wenn du mehrere Tage irgendwo verbringst.
    • Den Gepäcktransport kannst du übrigens auch beim Mobilitätsservice anmelden. Außerdem ist der Gepäcktransport, wenn du ihn dort anmeldest, für Schwerbehinderte günstiger.
    • Zu Angeboten und Vergünstigungen für Menschen mit Behinderungen findest du hier etwas.

    Uff, jetzt habe ich wieder einen Roman geschrieben. :Nein:

    LG Heike

    Jetzt, jetzt, jetzt leben. Nicht warten!:Freudensprung:

  • Klasse Heike, das ist wieder so eine Info, die leicht auffindbar in FAQ's o. ä. hier ins Forum gehört.:thumbup:

    Die Lage war noch nie so ernst wie immer:!:


    Alle Tage sind gleich lang, aber unterschiedlich breit. :Goldfischglas:

    Edited once, last by scout ().

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Tipps.

    Danke vor allem an Heike für die gute Auflistung.

    Diesen Mobilitätsservice würde ich ja nur dann benötigen, wenn tatsächlich beim Aussteigen mehrere Stufen zu überwinden sind. Bei vielen Zügen ist das gar nicht mehr der Fall. D. h. ich sollte dann immer erst wissen, ob der Zug solche Stufen überhaupt hat.


    Was Gepäck angeht: Ich nehme, wenn ich zu einem Facharzt fahre, immer einige Mappen an Befunden und teils auch CD´s von MRTs mit und dann natürlich noch Getränke und Essen. Denn ich kann mir z. B. an Selbstbedienungstheken keinen Kaffee oder Getränke holen, weil ich keine ruhige Hand habe und vieles dann verschütte. Außerdem kann ich wegen der mitgeführten Tasche eh kaum solche Selbstbedienungstheken nutzen. Denn Tasche und Tablet mit Essen/Getränken gleichzeitig zu tragen, schaffe ich nicht. Also bleibt nur, dass ich alles von zu Hause mitnehme. Das führt dazu, dass das Gepäck dann einfach mehr wird. Da der Trolley ja auch noch etwas wiegt, sind dann schnell 6 bis 8 kg zusammen.

    Eine Reise mit Übernachtung mit der Bahn antreten, würde ich mir nie zumuten. Denn ich muss auch mein Schlafapnoegerät immer dabei haben. Das Ding ist allein einige Kilo schwer und das kann ich ja nicht vorher verschicken, weil ich es jede Nacht benötige. Mehrtägige Reisen gehen nur, wenn ich mit dem Auto fahren kann (und auch das getraue ich mich nicht mehr bei großen Entfernungen - daher versuche ich Arztfahrten mit großen Entfernungen möglichst mit der Bahn zu machen, weil ich eben lange Fahrten mit dem Auto meiden will).


    Ich will mir diesen Schlüssel für öffentliche Toiletten aber besorgen. Ich habe zwar nur das Merkzeichen G bin aber zu 100 % schwer behindert. D. h. ich bekomme den Schlüssel.


    Gruß

    Mina

    Edited once, last by Mina ().

  • Hallo Mina,

    in vielen Arztpraxen ist es heute so, dass die Sprechstundenhilfen die mitgebrachten Berichte einscannen und der Arzt/Ärztin sie am PC liest.

    Überleg mal, ob du deine Berichte nicht selbst einscannen kannst, und du sie dann auf einem Stick oder einer CD mitnimmst.

    Frag doch demnächst einfach mal in der Praxis nach, ob das möglich ist.

    Es wäre eine enorme Gewichtsersparnis für deinen Trolley und natürlich für dich!

    Jetzt, jetzt, jetzt leben. Nicht warten!:Freudensprung:

  • Hallo Heike,

    das sind wirklich gute, hilfreiche Tipps von dir, danke!:)

    Liebe Grüße von Maria
    „Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.“
    :Froehlich:
    M
    ark Aurel

  • Bis das Bahnfahren aber von der Buchung bis zu den Bahnsteigen komplett barrierefrei sein wird, werden mindestens 20 Jahre vergehen, schätzt Macquarrie. Dieser Einschätzung widerspricht auch der Konzernprecher der Deutschen Bahn nicht.

    20 Jahre soll es noch dauern, bis man als Behinderter mit Rollstuhl die Bahn nutzen kann?

    Ich bin echt sprachlos, dass man bei der Bahn so wenig an Behinderte denkt.

    Ich habe mit der Bahn auch nur schlechte Erfahrungen gemacht.

  • 20 Jahre soll es noch dauern, bis man als Behinderter mit Rollstuhl die Bahn nutzen kann?

    Sie gehen offensichtlich davon aus, dass es sie dann noch gibt :saint:

    Die Lage war noch nie so ernst wie immer:!:


    Alle Tage sind gleich lang, aber unterschiedlich breit. :Goldfischglas: