Wie ist es bei euch?

  • Hallo zusammen,

    ich mache, jetzt seit 14 Jahren, zusätzlich zu meinem Training im Fitnessstudio und meinem Bewegungs, Koordinations, Gleichgewichts-Training zu Hause, Ergo, Pysio, Logopädie- Therapie und seit diesem Jahr neuropsychologisxhe Therapie. Mit den Therapien machte ich es immer im regelmässigen Wechsel, mal Pysio, mal Ergo und Logo. Denn ich merkte damals schnell, dass wenn ich zu oft hintereinander nach einer neuen Verordnung fragte, manchmal gezögert wurde oder Alternativen vorgeschlagen wurden. Dann wurde mir gesagt, dass Arzte ein bestimmtes Kontingent an Verordnungen haben, und alles was drüber ist aus eigener Tasche zahlen müssten.

    Und so machte ich es dann immer Wechsel.

    Vor einiger Zeit machte ich mir dann wieder Gedanken darüber. Sca ist ja eine Erkrankung, bei der man immer am Ball bleiben sollte, klar immer im eigenen Rahmen, aber dauerhaft am Ball bleiben. Und ich finde es wie in meinem Fall unlogisch, dass eine chronische Erkrankung überhaupt eine Verordnung mit egal mit wie vielen Einheiten überhaupt ausgestellt wird. Denn nach der letzten Einhalt ist man doch nicht geheilt. Sie erhält nur den Zustand, kann ihn auch verbessern und Prozess verlangsamen. Und am Ball bleiben heißt für mich Therapien kontinuierlich, sowie z. B. in einer stationären Reha. Bitte nicht falsch, man bräuchte eine einzige Verordnung für immer. Es ist ja z.B. kein Beinbruch, der verheilt und die Physiotherapie endlich lang ist, wie auch die Heilung eines Beinbruchs.

    Als ich dieses Jahr in der Reha war, taten mir die vielen Therapien gut. Und fragte einen Oberarzt, ob es möglich wäre die Therapien dauerhaft wir in der Reha zu machen, ich bekam gesagt, dass kein Weg führt dran vorbei, sich jedes Mal Verordnungen zu holen.

    Als ich gestern wieder in einer Klinik vorstellig war. Erzählte ich von den Therapien die ich machte bzw. noch dabei bin und jetzt mal wieder im Wechsel neue Verordnung brauche und erzählte vom Kontingent usw.

    Dann bekam ich gesagt, ich soll zur Krankenversicherung und sagen, dass ich wegen meiner Erkrankung eine dauerhafte Therapie brauche.

    Dann frage ich mich jetzt mir in 13 Jahr noch nie jemand gesagt.

    In der Reha wurde mir sogar gesagt, ich soll zur Überbrückung bis zu nächsten, Rehasport beantragen, aber von einer lebenslagen Therapie, die man eigentlich bräuchte, weil Sca auch ein Leben lang braucht, war nicht die Rede.

    Wie sind eure Erfahrungen?

    VG Salvatore

    Edited once, last by Salva80 (February 3, 2026 at 9:45 PM).

  • Schau dir doch mal dieses aktuelle Dokument, Stand 01.01.2026, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung an.

    heilmittel-diagnoseliste.pdf https://share.google/4xjlETkAttaCAeOCy

    Auf der Seite 5 findest du die Ataxien.

    Demnach gehören Ataxien zu den Krankheiten bei denen Ärzte langfristige Verordnungen von Heilmitteln (also Therapien) ausstellen dürfen.

    Aber selbst diese Verordnungen gelten nicht für immer, sondern müssen soweit ich weiß alle 3 Monate wieder gestellt werden.

    Probleme mit Verordnungen waren schon häufiger Thema im Forum. Es sollte also Erfahrungen dazu geben.

    Auch ich habe für meinen Mann kämpfen und ähnliche Schriften beibringen müssen, um Ärzte zu überzeugen, dass diese Verordnungen notwendig, und für die Praxen nicht belastend für das Budget waren. Oftmals kamen dann noch Argumente, dass der Aufwand bei der Abrechnung dennoch zu groß sei.

    Humpty Dumpty sat on a wall, Humpty Dumpty had a great fall.
    All the King's horses and all the King's men, couldn't put Humpty together again.

  • Vielen Dank, das hilft mir wirklich sehr. Selbst, wenn sie wirklich nur 3 Monate dauern, es gut zu wissen, dass man jederzeit eine neue bekommt. So könnte man z. B. 4 mal im Jahr eine Ergo Therapie bekommen. Statt wie bei mir jetzt nur 2, weil mein Arzt denkt und auch ich bis gestern dachte, er kann nicht mehr verschreiben wegen seinem Kontingent.

    Jetzt muss ich noch meine Krankenkasse und Hausarzt und Facharzt darüber informieren und einen Antrag mit Belegen stellen.

  • Sprich das Thema auch gerne Donnerstags bei Ataktiker auf Draht an. Die Teilnehmer haben sicher auch aktuelle Erfahrungen. Im Laufe der Jahre hat sich immer wieder was geändert. Und da gibt es ja immer noch den Unterschied zwischen Privat- und Kassenärztlicher Versicherung.

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  • Ich hatte noch nie Probleme mit den Verordnungen.

    Ich fordere sie beim Neurologen an,sobald sie nötig sind und sie werden mir dann zugeschickt.

    Ich mache 2/wö.Kg,1/wö.Ergo,1/wö.Logo,1/wö.Training am Gerät im Fitnessstudio.

    Das Training am Gerät muß aber der Hausarzt verordnen.

    Da bekomme ich aber nur ein Rezept über 6 Mal.Mal.Aber Folgerezept ist kein Problem.

    Kg bekomme ich ein Rezept über 20 Mal,Ergo+Logo über 10 Mal.

  • Ich bekomme einmal wöchentlich KG ZNS (Verordnung von Neurologin) und einmal wöchentlich KG am Gerät ( Kasse zahlt 24 mal pro Halbjahr,Verordnung vom Hausarzt),

    dann noch Logopädie Rezept 10 er oder 20er aber eh immer fortlaufend,da einmal wöchentlich.

    Auch bisher keine Probleme,bin allerdings privat versichert.

  • Ich bin bei der Debeka (30 %) versichert und mein alter Tarif sieht weder Physiotherapie, noch Logopädie, noch Ergotherapie oder KG am Gerät vor. Die Beihilfe würde diese Leistungen wohl mit 70 % bezahlen.

    Doch zahlt die Beihilfe ab 1. 1. 26. keine Fahrten zu diesen Therapien. Da ich mit dem Rollstuhl aber ein Taxi benötigen würde und die Beihilfe auch die Taxikosten zum Arzt nicht bezahlt, weil ich kein Merkzeichen aG habe, muss ich erst das Problem mit den Fahrtkosten lösen und mir wohl doch ein großes Auto mit Ladevorrichtung kaufen. Dazu dann noch die 30%, die die Debeka nicht bezahlt, selbst bezahlen.

    Ich habe noch keine Ahnung, wie hoch diese selbst bezahlten 30 % und die zusätzlichen Autokosten sein werden und ob ich das aus meinen Altersbezügen finanzieren kann.

  • Hallo, ich bin zu 30% bei der Barmenia versichert, der Rest läuft über die Beihilfe des Landes NRW. Ich bin seit fast 2 Jahren beim Rehasport für neurolog. Erkrankungen. Dort sind überwiegend Parkinson-Erkrankte. Die Übungen, fast nur im Stehen oder Gehen, sind für mich aber auch sehr fordernd und fördernd. Bisher zahlte die Beihilfe immer, die PV Barmenia ca. 1 1/2 Jahre, wie man mir mitteilte aus Kulanz und nur bis zum Jahresende 2025. Ich muss für eine Übungsstunde 8 € bezahlen. Zuerst hat mir mein Hausarzt eine Verordnung für 50 Einheiten gegeben, danach eine für 200 Einheiten.