Treppenlift - Empfehlungen?

  • Hallo,

    Ich benötige dringend einen Treppenlift, der vom EG ins OG gehen muss. Wer ist zufriedener Nutzer eines Liftes und kann mir Anbieter benennen?

    Ich wohne im Norden von Baden-Württemberg.

    Danke.

    Edited once, last by Mina (February 10, 2026 at 7:09 PM).

  • Ich habe seit fast 10 Jahren einen Lift von HiRo aus Bielefeld. Dank regelmäßiger Wartung ist er bisher nur 1x ausgefallen.

    Bei einer geraden Treppe ist es relativ egal welchen Anbieter Du nimmst, bei Treppen mit Kurven eher HiRo.

    Nur schnell geht es bei keinem Anbieter.

    Jens

    per aspera ad astra

  • Danke für die Rückmeldung.

    Hat diese Firma einen Kundendienst in Deiner Nähe, falls Wartungen oder Reparaturen anstehen?

    Ich habe eine eher U-förmige Treppe, also mit 2 Kurven. Ich weiß, dass das ein Kostenfaktor ist.

    Ich komme nicht mehr ins Obergeschoss, wo sich Bad und Schlafzimmer befinden!
    Dh. bei mir ist es mehr als eilig. Ich habe keine Möglichkeit zu duschen oder zu baden und kenne
    niemanden, bei dem ich fragen könnte. Die meisten Häuser haben oben das Bad.

    Hinzu kommt, dass möglicherweise noch eine Tür versetzt werden müsste.

    Edited once, last by Mina (February 10, 2026 at 9:30 PM).

  • Wir hatten unseren Treppenlift mit mehreren Kurven, mehreren Halte-und Ladestellen von Thyssen-Krupp.

    Auf der Reha-Care haben wir vorab verschiedene Anbieter angesehen und verschiedene Modelle probiert.

    Zwei Firmen haben wir dann im Haus gehabt, die ausgemessen und Kostenvoranschläge gemacht haben.

    Ganz wichtig ist es, um Zuschüsse von der Kranken-oder Pflegekasse oder von anderen Stellen zu bekommen, die Genehmigung vor dem Einbau einzuholen. Die Firmen helfen in der Regel bei der Antragstellung.

    Hier noch ein hilfreicher Link:

    Das müssen Sie über Planung und Umsetzung wissen | Verbraucherzentrale.de https://share.google/Bvz7QpM9c9Rvyn8ww

    Humpty Dumpty sat on a wall, Humpty Dumpty had a great fall.
    All the King's horses and all the King's men, couldn't put Humpty together again.

  • Glück auf

    Wir hatten unseren Treppenlift mit mehreren Kurven, mehreren Halte-und Ladestellen von Thyssen-Krupp.

    Nur mal so aus reiner Neugier.
    Ich hab mir die Typen von Thyssen gerade mal angeschaut und gesehen das die einen Zahnstangenantrieb haben.
    Den finde ich in Kurven nicht so toll.

    Hattet ihr jemals irgendwelche Probleme mit dem Antrieb in den Kurven? (Verschleiß von Zähnen, Abrieb etc.)
    Wie verhält es sich mit dem Fahrkomfort in den Kurven?

    Hat diese Firma einen Kundendienst in Deiner Nähe, falls Wartungen oder Reparaturen anstehen?

    Kundendienst wird von mobilen Mitarbeitern ausgeführt, die jeweils für ein bestimmtes Gebiet (nicht ein Bundesland) zuständig sind abgedeckt.
    Dies wird bei anderen Herstellern ähnlich sein.

    per aspera ad astra

  • Es gab keine Probleme während des Betriebs. Er wurde jährlich gewartet. Allerdings haben wir den Lift nicht mehr lange regelmäßig und danach nur selten nutzen können, weil sich die Krankheit zu schnell entwickelt hat, nachdem der Lift endlich richtig nutzbar eingebaut war.

    Einziges Problem waren schwarze Schmierflecken auf der Kleidung meiner krabbelnden Enkelkinder, die der Schiene zu nah gekommen sind.

    Der Fahrkomfort war gut. Es fühlte sich sicher an. Kein übermäßiges Wackeln oder Ruckeln. Die Geschwindigkeit war unterschiedlich programmiert für Steigungen und Kurven.

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  • Unsere 22.000 Euro sind sicher kein Vergleich, da der Lift über 5 Halbetagen ging mit 4 Halte- und Ladestellen und 4 Fernbedienungen.

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  • 3 gerade Treppenläufe, 2 180° Kurven, 3 Ladepunkte, 1 Klappschiene und 2 Fernbedienungen ungefähr 14.000€.

    Jaja, billig ist was anderes.

    per aspera ad astra

  • Hallo Mina!

    Ich möchte nicht übergrifig sein, aber ich denke das dir mit einem Treppenliftlift nicht geholfen ist.

    Dein Haus ist nicht barrierefrei. Du kannst schlecht aus dem Bett aufstehen, die Tür des Badezimmers ist zu schmal usw.

    Du hast keine Hilfe.

    Ich denke du musst jetzt eine grundlegende Veränderung treffen.

    Irgendwann hast du nicht mehr die Kraft dazu und musst dich mit einer Notlösung arrangieren. ( Heim)

    Vielleicht ist eine Wohnung, die zentral liegt und wo du notfalls Hilfe bekommst, das richtige für dich?

    Hier,am Rande von Bremen, gibt es solche Möglichkeiten, wobei es natürlich Wartelisten gibt und ich auch über den finanziellen Rahmen nicht informiert bin.

  • juka

    Danke für die gutgemeinten Ratschläge:
    Wenn ich hier nur die Hilfen bekommen würde, die mir rechtlich zustehen, wäre die Situation besser.
    Ich habe zwar immer wieder schon überlegt, ob ich in den Norden umziehen sollte. Aber ich tue mich sehr schwer, das zu tun. Hier kenne ich mich an jeder Ecke aus, weil ich fast mein ganzes Leben hier wohne und im Norden käme ich mir fremd vor. Ich hätte das schon viiel früher tun müssen. Aber ich habe zum einen Haustiere und zum anderen würde ich eine gute med. Versorgung benötigen. Wer garantiert mir, dass das im Norden besser ist?
    Meine Verschlechterung kam infolge einer Infektion (Corona?). 4 Tage nach Beginn der Infektion u. der Verschlechterung (für die es in den Leitlinien sogar Warnungen gibt), die aber keinen meiner Ärzte je interessierten, bekam ich telefonisch den Vorschlag: Sie müssen in ein Pflegeheim! Weiß man nach nur 4 Tagen, ohne den Patienten gesehen zu haben, dass es keine Besserung gibt? Ich denke, das weiß man nicht. Ich weiß aber, dass ich diesem Arzt zu zeitaufwendig bin mit meinen seltenen Krankheiten.
    Das Desinteresse an mir und meiner Erkrankung groß ist. Ich nehme Antibiotika ein, das nicht wirklich gut wirkt und der Arzt, der es mir verordnete, hat nicht mal mit mir telefoniert. Ich wollte ein anderes haben. Ich weiß noch nicht mal, ob die Arzthelferin dem Arzt alles sagte, was ich ihr dazu mitteilte.
    Ich bin sehr unzufrieden mit der med. Versorgung hier. Doch wegen Arztmangel ist ein Wechsel kaum sinnvoll.

    Ich habe dazu noch den steten Ärger mit meinen Kostenträgern (Beihilfe, Debeka) und zuletzt noch mit dem Versorgungsamt, das mir, ohne dass man mich je persönlich untersucht hat, das Merkzeichen aG verweigert. Und ohne aG bekomme ich keine Fahrkosten für ein Rollstuhltaxi, so dass ich künftig dringend nötige Arzttermine nicht wahrnehmen kann (!). Für diese Regelung fehlt mir auch jedes Verständnis. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn ich woanders wohne. Gut, ich müsste direkt neben eine Uniklinik ziehen. Dann wäre das hinnehmbar, weil die Taxikosten gering wären.

    Allein die Zeit und Energie, die ich wegen dieser Dinge investieren musste und weiterhin muss, haben meiner Psyche schwer zugesetzt. Wäre das alles so geregelt, dass ich mich nicht mehr darum kümmern müsste, ich würde vermutlich "aufblühen". Die bestehenden Gesetze aber machten mich zusätzlich krank.
    Ich will nun aber nicht deswegen diskutieren, weil mir einfach die Kraft fehlt.

    Ich wohne mit meiner Pflegekraft in einer Wohnung (Seniorenzweckgemeinschaft). Wir haben 2 Haustiere. Hilfe habe ich daher schon. Doch es ist nicht die professionelle Hilfe einer ausgebildeten Kraft. Doch er tut sein Bestes, aber er ist auch nicht gesund (vermutlich bekommt er Parkinson). Er geht aber nicht zum Arzt.
    Ich müsste allein wegziehen und hätte dann keinen mehr, mit dem ich ein paar Worte wechseln kann. Aber er wäre dann unversorgt. Rein juristisch könnte er von mir Ersatz für seine jahrelange Tätigkeit verlangen. Ein fast 6-stelliger Betrag dürfte das werden.

    Ein Umzug wäre auch noch extrem teuer und sehr anstrengend.
    Ich kann doch von hier aus mit dem Rollstuhl nicht fortlaufend in den Norden reisen, um in Frage kommende Immobilien mir anzusehen?

    Egal, wie ich es betrachte, es ist kaum realisierbar.

    Edited 2 times, last by Mina (February 11, 2026 at 2:20 PM).

  • Könnte deine Pflegekraft wirklich von dir Ersatz verlangen,für vergangene Jahre?

    Das glaube ich kaum,da würde ich mich erkundigen.

    UnUnd die Pflegekraft muß keine gelernte Kraft sein,sie kann alles lernen.

    Denk mal an all die pflegenden Angehörigen,daß sind auch keine gelernten Kräfte.

  • Er macht schon seit x-Jahren den Haushalt, ist Hausmeister, Gärtner, versorgt die Tiere, die auch mir gehören, etc.etc. Die Pflege allein könnte man nicht so hoch ansetzen. Ursprünglich war alles auf eine Wohngemeinschaft unter 2 Senioren ausgelegt, wovon jeder seinen Teil beitragen sollte. Da mein Teil aber immer weniger wurde und derzeit bei Null liegt, wäre es unfair, wenn ich das ignorieren würde. Aber ich könnte in meiner derzeitigen Verfassung nicht allein leben. Ich brauche jetzt auch nachts Hilfe.

    Dass eine Pflegekraft nicht gelernt sein muss, ist richtig.

    Ich vermute, dass bei den pflegenden Angehörigen eine Pflege bei der Vermögensaufteilung öfters berücksichtigt wird. Dass sich das nie auf "Heller und Pfennig" ausrechnen lässt, ist auch klar.

    Edited once, last by Mina (February 11, 2026 at 9:16 PM).

  • Natürlich wäre das unfair,aber das ist ja nicht von dir gewollt.

    Du würdest ja mehr machen,wenn du könntest.

    Ich finde,da greift doch auch das Solidaritätsprinzip.

    Außerdem gibt's du ihm ein "Dach über dem Kopf".

  • Deine Lage tut mir wirklich leid.Es kommt mir immer vor, als ob man mit Windflügeln gegen die Bürokratie kämpft wie Don Quijotte

    Gibt es nicht die Möglichkeit externe Pflege mit dazu zu bekommen, um Deinen MItbewohner zu entlasten? Du hast doch vermutlich einen Pflegegrad?

    Umzug in den Norden halte ich für zu spät - aber eine Seniorenwohnung bei Dir in der Nähe?

  • Momentan ist die Beschaffung der nötigen Hilfsmittel das Wichtigste. Am wichtigsten ist der Treppenlift. Bis ich den habe bzw geklärt ist, ob er ohne Türen versetzen möglich ist, benötige ich ein möglichst hohes Bett mit Nachtstuhl, das ich beides dann auch noch ins Wohnzimmer im EG stellen muss.

    Pflegegrad habe ich. Doch ohne die derzeitige Badnutzungsmöglichkeit täte sich auch der Pflegedienst schwer.
    Aber wie ich schon schrieb: Bei uns sind die Pflegedienste ausgelastet. Der Entlastungsbetrag ist schon wiederholt verfallen, weil 2 Pflegedienste für hauswirtschaftliche Versorgung keine Angebote machen konnten bzw. sich nicht mehr meldeten. Ob es bei einer Pflege viel anders aussieht?

    Ich habe aber gerade einen Termin bei einem Treppenliftanbieter gemacht ... immerhin.

  • Lass dir auf jeden Fall mehrere Angebote machen. Das geht schnell, sie wollen ja was verkaufen. Ich habe seit dem Sommer einen Treppenlift von der Firma Lifta.

    Ich habe bei den verschiedenen Beratungsgesprächen viel gelernt und wusste dann worauf man achten muss.

    Der Lift kann an der Innen- oder Außenseite der Treppe laufen. Bei mir innen, damit man vernünftig ein und aussteigen kann.

    Nimm dir die Zeit zu vergleichen auch wenn es eilig ist, sonst ärgert du dich später.

    Eine Pflegekraft zu finden ist, glaube ich, einfacher als eine Haushaltshilfe.

    Ich stand auch über ein Jahr bei mehreren Pflegediensten auf der Warteliste für eine Haushaltshilfe.

    Jutta

  • Deine Situation läßt einen nicht kalt ...

    Vielleicht wäre ein nächst größerer Träger, der auch Ambulant betreutes Wohnen aber in der vertrauten Umgebung, wie bei euch, anbietet??? Also kein Umzug in eine Wohngruppe oder ähnliches.

    Das hieße, das von diesem Träger eine Assistenz/ Pflegekraft, je nach Bedarf, auch ein Sozialarbeiter rauskommt. Wenn man den Deal hinbekommt, dass sie dann gleich für mehrere Stunden 1 bis 2 mal die Woche rauskommen, dann "lohnt" sich vielleicht auch die weitere An/ Abfahrt zu dir bzw. euch.

    Naja, noch gilt ambulant vor stationär. Und vielleicht haben die großen Träger wie Diakonie oder Caritas mehr Spielraum als die kleinen Pflegedienste?

    Liebe Grüße von Manu

    Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.

    Gichin Funakoshi

  • Lass dir auf jeden Fall mehrere Angebote machen. Das geht schnell, sie wollen ja was verkaufen. Ich habe seit dem Sommer einen Treppenlift von der Firma Lifta.

    Ich habe bei den verschiedenen Beratungsgesprächen viel gelernt und wusste dann worauf man achten muss.

    juka

    Danke für die Infos.

    Ich hatte vor 2 Jahren ein Angebot für einen Treppenlift. An dem Preis habe ich mich orientiert. Das Angebot von dieser Woche hat noch zusätzliche Funktionen (Klappschiene vor der Tür zur Vermeidung des Versetzens einer Tür) und ist trotzdem nur unwesentlich teurer, trotzdem man mit einem Preisanstieg in 2 Jahren sicher auch rechnen muss. Ich habe kein 2. Angebot aktuell eingeholt, weil ich den Lift schnell benötige. Wenn ich lange warten muss, habe ich sicher weitere Kosten wie Kurzzeitpflege. Aber ich will nur wegen einer Duschmöglichkeit die teure Kurzzeitpflege vermeiden. Was ich immer noch nicht habe, ist ein Bett und ein Nachtstuhl im Wohnzimmer.

    Denn ich sollte wegen meiner Infektion behandelt werden. Ich bin heiser vom vielen Husten (vor allem nachts) und ich habe Geräusche auf der Lunge und Schmerzen beim Husten hinter der re. Stirn und weitere Beschwerden. Ich nahm bisher ein Antibiotikum, das hoffentlich noch nachwirkt.

    Hausbesuche will keiner machen. Ich benötige einen neuen Hausarzt. Das ist DAS Problem, das ich noch lösen muss.

  • Also auf kurz oder lang wird das nichts damit dass ihr komplett auf euch gestellt bleibt. Selbst wenn die Versorgung heute noch mit Treppenlift, E-Auto, Ladesystem, Pflegebett, den passenden Rollstühlen, ... und die richtige Anerkennung im Sinne von GdB, Merkzeichen, Pflegegrad und Co. erfolgt.

    In kürzerer Zeit gibt es dann neue Bedürfnisse die gelöst werden müssen und eure Kraft dagegenzuhalten wird immer weniger.

    Da wir nie genau alle Umstände erfahren werden und können, ist es uns unmöglich alles im Blick zu behalten um dir kurzfristig die richtigen Tipps geben zu können. Daher braucht ihr beide externe Hilfe vor Ort, persönlich.

    Damit meine ich, dass ihr beide euch beraten lasst. VdK, EUTB bzw. eines Sozialarbeiters oder Wissenden eines Trägers vor Ort. Dann könnt ihr euch nachhaltig aufstellen. Vielleicht sagen sie, ihr könnt da wohnen bleiben und bekommt die Hilfe die ihr braucht, vielleicht sagen sie ihr solltet in eine wie auch immer betreute Einrichtung, vielleicht sagen sie, zieh in eine Stadt.

    Leider habe ich den Eindruck, dass du Mina, vor einer Veränderung zurückschreckst und dich damit selber permanent sabotierst. Immer wenn jemand von uns damit kommt, geht es nicht weil, Katzen, Mitbewohner, dein Geborgenheitsgefühl, ...
    Verstehe mich nicht falsch, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich tue mich auch schwer damit meine sich permanent ändernde Unvollkommenheit anzuerkennen oder persönliche Hilfe anzunehmen und würde auch lieber auf dem Land wohnen. Aber ich MUSS mitten in die Stadt, weil 1. mir hier Leute gut helfen können 2. ich ein Netzwerk an Therapeuten, Hilfsmittelversorgern und Ärzten habe 3. ich ohne Auto mit den Öffis oder dem Zuggerät mobil sein kann.
    Klar, die Stadt ist halt voller Leute, mit allen Vor- und Nachteilen.

    So, meiner Meinung nach, musst du da ran. Trau dich. Das wird sonst immer schlimmer und du gibst nur ein Haufen Geld aus.
    Was die Erkrankung deines Mitbewohners angeht, da sollte er zunächst den Rat eines vermutlich Hausarztes befolgen. Mit einer Verweigerung hilft er ja niemanden. Sich nicht, Dir nicht, wen auch immer.

    Umlaute sind ueberbewertet!